FDP Eschborn fordert klare und bürgernahe Verwaltungssprache

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Die FDP-Fraktion in der Eschborner Stadtverordnetenversammlung hat einen Antrag eingebracht, der eine einheitliche, verständliche und barrierearme Sprache in der Stadtverwaltung sicherstellen soll. Kern des Antrags ist der Verzicht auf Genderschreibweisen mit Sonderzeichen wie Doppelpunkt, Sternchen, Binnen‑I oder Unterstrich. Stattdessen soll die Verwaltung künftig auf gut lesbare, vom Rat für deutsche Rechtschreibung empfohlene Formen wie Doppelnennungen oder neutrale Sammelbezeichnungen setzen.

„Verwaltungssprache muss alle Menschen erreichen – nicht nur diejenigen, die sich in akademischen Sprachdebatten auskennen“, betont der Fraktionsvorsitzende Christoph Ackermann. Schreibweisen mit Sonderzeichen erschwerten insbesondere Nutzerinnen und Nutzern von Screenreadern den Zugang und beeinträchtigten die Lesbarkeit amtlicher Texte.

Der Antrag sieht vor, dass der Magistrat eine verbindliche Richtlinie für den internen und externen Schriftverkehr erarbeitet. Auch bestehende Publikationen sollen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Die Freien Demokraten verweisen zudem auf die Bedeutung von Normenklarheit und politischer Neutralität in der Verwaltung. Sonderzeichen-Gendern weiche von den geltenden Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung ab und werde von vielen Bürgerinnen und Bürgern als politisch aufgeladen wahrgenommen. Eine klare, normgerechte Sprache stärke dagegen Vertrauen und Akzeptanz.

„Die deutsche Sprache bietet zahlreiche etablierte Möglichkeiten, alle Geschlechter anzusprechen – ohne den Einsatz zusätzlicher Sonderzeichen“, so Ackermann weiter. Doppelnennungen, neutrale Begriffe oder adressatenorientierte Formulierungen seien gut verständlich und gleichzeitig inklusiv.

Mit dem Antrag folgt die FDP Eschborn dem Ansatz des Landes Hessen unter Ministerpräsident Boris Rhein (CDU), das bereits auf sprachliche Klarheit und Verständlichkeit in der Verwaltung setzt.

Eschborn, 20. Januar 2026