Frankfurter Projekt „Josefstadt“ westlich der A5 eingestellt – toller Erfolg für die Freien Demokraten in Eschborn

Am 28. Februar 2025 stand ein Antrag zur Zielabweichung vom Regionalplan auf der Tagesordnung in der Regionalversammlung Südhessen. Hinter dieser technischen Bezeichnung steckt die sogenannte „Josefstadt“.
Die Frankfurter wollten direkt vor den Toren Eschborns einen neuen Mega-Stadtteil errichten. Der Stadtteil sollte zwischen Praunheim, Niederursel und Riedberg sowie direkt angrenzend an Eschborn, Steinbach und Oberursel entstehen. Das gesamte Areal, das durch die Autobahn 5 in einen östlichen und – auf Eschborner Seite – einen westlichen Teil geteilt worden wäre, umfasst insgesamt 550 Hektar.
Obwohl das Vorhaben regional auf starke Widerstände stieß, plante die Stadt Frankfurt lange Zeit munter weiter, ohne die Kritiken hinreichend zu würdigen und entgegenstehende Beschlüsse zu beachten. Die Vorplanungen gingen von bis zu 60 Wohneinheiten je Hektar aus: Daraus ergeben sich rechnerisch rund 11.400 Wohnungen bzw. 35.000 Einwohner. Das wäre für unsere Verhältnisse im Rhein-Main-Gebiet eine außerordentlich hohe Einwohnerdichte gewesen.
„Der nun gefasste Beschluss in der Regionalversammlung ist ein toller Erfolg für die Freien Demokraten in Eschborn”, teilt der Partei- und Fraktionsvorsitzende Christoph Ackermann mit. Eschborns Freie Demokraten hatten sich von Beginn an gegen eine Bebauung westlich der A5 ausgesprochen und u. a. in einer Unterschriften-Aktion gegen das Projekt mobil gemacht. Über 1.000 Eschborner Bürgerinnen und Bürger schlossen sich den Freien Demokraten seinerzeit an und dokumentierten ihre Ablehnung des gigantischen Bauvorhabens.
Insgesamt wären durch das Vorhaben bis zu 550 Hektar Naherholungsflächen, hochwertiges Ackerland und Raum für Flora und Fauna zerstört worden. Noch unberücksichtigt dabei sind Flächen, die außerhalb der Frankfurter Stadtgrenzen für den Anschluss an Straße und Schiene benötigt worden wären.
Hinzukommt, dass Kaltluftentstehungsgebiete verschwunden und die Frischluftzufuhr aus dem Taunus durch die geplante Dichte der Bebauung massiv gestört worden wären. Über viele Jahrzehnte hinweg galt der Eingriff in die sog. Frischluftschneise als absolutes Tabu.
In der Regionalversammlung, die über die Entwicklung der gesamten Region Südhessen entscheidet, wurden die geplanten Bauflächen der Stadt Frankfurt zwar genehmigt, allerdings nicht auf der westlichen Seite der A5. Geplant ist nun lediglich die Verlegung der Stromtrasse von der östlichen Seite in den Westen der A5.
Eschborn, 18. März 2025