Kandidatur ohne Chance auf ein Mandat: Kritik an der Grünen-Liste zur Kommunalwahl
Die FDP Eschborn kritisiert die Entscheidung von Bündnis 90/Die Grünen, die amtierende Erste Stadträtin Bärbel Grade für die Kommunalwahl am 15. März 2026 zu nominieren. Als hauptamtliches Magistratsmitglied ist sie rechtlich nicht in der Lage, ein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung anzunehmen. Dennoch wird sie auf der Wahlliste geführt.
Transparenz gegenüber den Wählerinnen und Wählern erforderlich
Aus Sicht der FDP entsteht dadurch eine erhebliche Intransparenz gegenüber den Wählerinnen und Wählern. Stimmen, die auf Bärbel Grade entfallen, können nicht von ihr selbst wahrgenommen werden, sondern gehen automatisch auf nachrückende Kandidatinnen und Kandidaten über. Nach Auffassung der FDP müssten die Grünen diesen Umstand klar und unmissverständlich kommunizieren.
Der Partei- und Fraktionsvorsitzende Christoph Ackermann erklärt: „Wer für ein Parlament kandidiert, sollte auch tatsächlich bereit und in der Lage sein, das Mandat auszuüben. Alles andere untergräbt das Vertrauen in demokratische Verfahren.“
Die FDP bewertet die Kandidatur als politisch problematisch, da hier mit der Bekanntheit eines hauptamtlichen Magistratsmitglieds um Stimmen geworben werde, ohne dass dieses Mandat anschließend selbst wahrgenommen werden kann. Dies werfe Fragen nach politischer Fairness und Glaubwürdigkeit auf.
Gerade vor dem Hintergrund, dass die Grünen in politischen Debatten regelmäßig Transparenz, Integrität und moralische Maßstäbe einfordern, hält die FDP diese Vorgehensweise für erklärungsbedürftig.
Kritische Bilanz im verantworteten Dezernat
In ihrer Funktion als Erste Stadträtin verantwortet Bärbel Grade den Fachbereich Soziales, Kinder, Jugend und Senioren. In diesem Zuständigkeitsbereich gab es in der Vergangenheit unter anderem Kritik an geplanten strukturellen Veränderungen im Kita-Bereich, insbesondere im Hinblick auf die Größe von Gruppen und die fehlende Beteiligung von Eltern und Fachpersonal.
Darüber hinaus fällt auf, dass ihr Aufgabenbereich innerhalb des Magistrats nicht erweitert wurde. Auch dies wirft Fragen nach der politischen Bewertung ihrer Arbeit auf.
Die FDP Eschborn spricht sich für eine offene, ehrliche und verantwortungsvolle politische Kultur aus. „Eschborn braucht Klarheit statt taktischer Manöver und eine Politik, die Vertrauen verdient“, so Ackermann. Die FDP ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 bewusst und informiert zu entscheiden
Eschborn, 28. Januar 2026
