Betreuung ausbauen, Bildung fördern, Familien stärken

Eschborn ist eine sehr kinderfreundliche Stadt – das soll auch in Zukunft so sein. Deshalb gilt es, sich nicht lediglich auf dem Status quo auszuruhen, sondern aufmerksam die Entwicklung in Gesellschaft, Wissenschaft, Forschung usw. zu verfolgen, um flexibel agieren und den Eschborner Spitzenplatz nachhaltig sichern zu können.

Eltern erwarten zu Recht, dass Familie und Beruf keinen Gegensatz darstellen, sondern gut miteinander vereinbart werden können. Ein guter Start ins Leben ist wichtig für unseren Nachwuchs und dessen Zukunft sowie die gesamte Gesellschaft in Deutschland. Der demografische Wandel und der technische Fortschritt erfordern noch höhere Investitionen in die Entwicklung und Bildung von jungen Menschen.

Frühkindliche Bildung sind wir nicht nur unseren Kindern schuldig. Sie zahlt sich später auch für unsere gesamte Gesellschaft in Heller und Pfennig mit Zins und Zinseszins aus. Wer hier spart, spart an der falschen Stelle und gefährdet unsere Zukunft.

Die U3-Betreuung muss in Eschborn und Niederhöchstadt weiter auf- und ausgebaut werden. Wir müssen darauf achten, dass auch in Zukunft unterschiedliche Träger die Verantwortung für die U3-Betreuung übernehmen können, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Eltern gerecht zu werden und auch den Wettbewerb zu fördern (Grundsatz der optionalen Betreuungsvielfalt), die den Eltern Wahlfreiheit ermöglicht. Die Betreiber der Kinderkrippen bzw. die Eltern werden durch Zuschüsse in Höhe von mehreren Mio. Euro jährlich von der Stadt Eschborn finanziell unterstützt. Wir wollen diese Unterstützung weiter beibehalten.

Mehr privates Engagement in der Ü3-Betreuung (wie z. B. Obermayr) wäre zudem erstrebenswert. Nur durch fairen Wettbewerb können Schwachstellen im System entdeckt und behoben werden. Darüber hinaus müssen die städtischen und privaten Einrichtungen den Eltern zukünftig noch besser bekanntgemacht werden, beispielsweise bei einem Tag der offenen Tür.

Die Kindergartenzeit stellt mit die Weichen für das spätere Leben. Allgemein müssen nicht nur ausreichend Kindergartenplätze angeboten werden, sondern auch die Qualität der Betreuung muss stimmen. Neben den städtischen Kindergärten leisten auch die Kirchen in diesem Bereich sehr gute Arbeit, die von der Stadt auch zukünftig unterstützt werden soll.

Ob Abenteuerspielplatz, neues Jugendhaus oder Ferienspiele – die Stadt Eschborn geht mit gutem Beispiel voran und kann nicht nur in diesem Bereich als Vorzeigekommune bezeichnet werden.
Der Abenteuerspielplatz mit seinem Ziegengehege, die Spiel- und Bolzplätze, das Kinderkino, die „AG fahrRad“, Kinder- und Jugendfreizeiten in den Sommerferien, Kindersummertime und die Ferienspiele, Noki und die Angebote der AWO leisten hervorragende Arbeit, die wir voll und ganz unterstützen.

Spiel, Spaß und Lernen sind keine Gegensätze, sondern bedingen einander. Computer und Informationstechnik bestimmen unser Leben immer mehr. Wir wollen deshalb nach Möglichkeiten suchen, Kinder früh mit Digitalisierung in Berührung zu bringen, ohne jedoch das Analoge, das das Leben erst lebenswert macht, zu vernachlässigen.

In diesem Zusammenhang stellt auch die Vereinsförderung ein zentrales Element dar: Nur, wenn die Vereine optimal unterstützt werden, können sie insbesondere Kindern und Jugendlichen eine Heimat bieten. Wir wollen gemeinsam mit den Vereinen nach Potential für Verbesserungen suchen.

Bildung ermöglicht Wohlstand. Unsere Stadt, erst recht unser Land, sind auf Bildung und Kreativität angewiesen. Unsere Gesellschaft braucht jedes Talent. Es darf nicht passieren, dass wir Talent vergeuden, weil es unentdeckt bleibt oder nicht gefördert wird. Der Schlüssel dazu ist Bildung, die nach einem strategischen Konzept und Einbeziehung aller gesellschaftlichen Gruppen gemeinsam betrieben werden muss. Bildung ist mehr, als für die Gesellschaft Arbeitskräfte heranzuziehen, Bildung ist auch mehr als die Eintrittskarte zum gesellschaftlichen Aufstieg und zur Integration: Bildung ist der Schlüssel zu einem glücklichen, selbstbestimmten – freien – und erfüllten Leben. Selbstbestimmung ist für die Freien Demokraten eines der wichtigsten Merkmale unserer Gesellschaft. Die Ermutigung zur Bildung ist ein Akt der Menschlichkeit. Diese Chance muss vom ersten Lebensjahr an genutzt werden.

Der Ausbau und die Förderung des Schulstandortes Eschborn ist unser erklärtes Ziel. Damit unsere Schüler mit Freude lernen können, sind unsere Grundschulen und die Heinrich-von-Kleist-Schule ungeachtet der Schulträgerschaft (MTK) mit allen Kräften zu unterstützen.

Schulbegleitende Maßnahmen sollen von der Stadt auch in Zukunft großzügig gefördert werden. Unter der ehemaligen Zuständigkeit von Bürgermeister a. D. Geiger wurde bereits die Schulsozialarbeit eingerichtet und kontinuierlich ausgebaut. Weiterhin hat sich Geiger mit unserer Unterstützung für den Bau der Schulkinderhäuser an den Grundschulen von Eschborn und Niederhöchstadt eingesetzt und deren Verwirklichung gefördert. Auch für solche Projekte setzen sich die Freien Demokraten in der nächsten Wahlperiode ein.

Eschborn, 02.03.2021


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