Bund der Steuerzahler Hessen fordert die Abschaffung der Hundesteuer

Anlässlich des Welthundetages am 10. Oktober, hat der Bund der Steuerzahler Hessen seine Forderung nach Abschaffung der Hundesteuer erneuert. Die Hundesteuer sei eine willkürliche Bagatellsteuer, bei der Aufwand und Ertrag in Missverhältnis stünden.

In Eschborn hatten im vergangenen Jahr – nachdem die überflüssige Hundesteuer bereits abgeschafft war – SPD, FWE, Linke und Bündnis90/Die Grünen dafür gesorgt, dass alle Hundehalter wieder zur Kasse gebeten werden.

Einem bestimmten Zweck werden die Steuereinnahmen jedoch nicht zugeführt. Das linke Bündnis begründete seinen Antrag lediglich damit, die Hundebesitzer für die Kosten zu sensibilisieren, die der Stadt für die Bereitstellung von Kotbeuteln und Abfallbehälter sowie für die Wegereinigung entstünden. Eine völlig unzureichende Begründung für einen Griff in den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger.

Die Anfänge der Hundesteuer reichen bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1810 führte Friedrich Wilhelm III. die sogenannte Luxussteuer ein, wodurch auch die Hundehaltung besteuert wurde. Damals zählten Hunde und Pferde als reines Luxusgut, das sich nur die Wohlhabenden der Gesellschaft leisten konnten. Schon 1807 hatte die Stadt Offenbach als erste Stadt Deutschlands die Hundesteuer eingeführt, in der Hoffnung, dadurch ihre finanziellen Schwierigkeiten überwinden zu können. Erfüllt hat sich diese Hoffnung bis heute nicht.

Für Eschborns Freie Demokraten ist es eine große Ungerechtigkeit, eine bestimmte Gruppe in der Bevölkerung für die Haltung eines Haustieres steuerlich zu bestrafen, zumal die soziale Komponente, insbesondere die Bedeutung von Hunden für Kinder und Senioren, überhaupt keine Beachtung bei der Beschlussfassung fand.

„Sollten die Mehrheitsverhältnisse nach der Kommunalwahl im März 2021 andere sein, werden wir uns dafür einsetzen, die Hundesteuer schnellstmöglich wieder abzuschaffen“, teilt der Parteivorsitzende Christoph Ackermann mit.

Eschborn, 12.10.2020


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