FDP erinnert an Eschborner Jubiläen und unterstützt die Neuauflage des Buches „Vom Gestern zum Heute“

Die Eschborner Historie ist den Eschborner Freidemokraten sehr wichtig.

Nicht nur der bange Blick nach vorn, verursacht durch Corona, sondern auch der Blick zurück in frühere Zeiten, kann bei manchen aktuellen Beurteilungen helfen.

Leider können drei große Jubiläen in diesem Jahr durch die aktuellen Bedingungen nicht gefeiert werden.

Dies ist zum einen die 1250 Jahr Feier – am 12. Juni 770 wurde Eschborn urkundlich erstmals erwähnt. Zum anderen wurden am 12. Juni 1970 die Stadtrechte an Eschborn verliehen und hinzu kommt die Einweihung der Stadthalle an diesem Tag. Diese Ereignisse sollten alle in diesem Jahr am 12. Juni gefeiert werden.

Die Freien Demokraten erinnern die zur Zeit Verantwortlichen im Rathaus daran, diese markanten, wichtigen Jubiläen nicht zu vergessen und sind selbstverständlich mit dem Vorschlag einverstanden, diese Feierlichkeiten nächstes Jahr gebührend nachzuholen.

Im dreißigjährigen Krieg sind leider die meisten Kirchenbücher und damit wichtige Aufzeichnungen verlorengegangen. Erst in den 1960er Jahren hat der damalige evangelische Pfarrer Adolf Paul in seinem Buch „Vom Vorgestern zum Heute“ die Eschborner Geschichte bis in das 19. Jahrhundert hinein eindrucksvoll aufgearbeitet.

In diesem Buch ist unter anderem zu lesen, dass Eschborn eben nicht ein „verschlafenes Kaff“ war, wie uns der eine oder andere Politiker, Journalist oder sonstige Zeitgenossen aus den verschiedensten Gründen immer wieder weis machen wollen. Frühgeschichtlich war Eschborn Mittelpunkt im sogenannten Niddagau mit Sitz eines Erzpriesters mit Obrigkeit von 38 Gemeinden im Umfeld. Dies bezeugte eine dreischiffige Basilika in Eschborn. Auch die Kronberger Ritter, die ursprünglich Eschborner waren, haben für das Reich und damit auch für Eschborn bedeutende Spuren hinterlassen, wie eindrücklich und spannend in diesem Werk nachzulesen ist.

Für die Zeit ab ca. 1960 – mit Unterstützung der Stadtverordneten Frau Dr. Blum-Geenen – ist eine junge Historikerin unserem Stadtarchivar Raiss zur Seite gestellt worden, um den kolossalen Nachkriegswandel bis jetzt historisch zu Papier zu bringen.

Weiterhin hat sich der Ehrenbürger Hans-Jörg Ziegler durch etliche Bücher und Familienchroniken sehr eindrucksvoll um die Geschichte Eschborns verdient gemacht und am 11.Februar 2003 durch einen Schenkungsvertrag ca. 3.000 Bücher und andere Druckerzeugnisse der Stadt Eschborn mit Auflagen übereignet.

Diese Bücher sollen – nach dem Willen des Eigentümers – durch ein Archiv der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Für die Einhaltung dieser vertraglichen Vereinbarung wacht auf Wunsch des verstorbenen Schenkers unser Stadtrat Heinz O. Christoph als Schirmherr.

Für geschichtsinteressierte Bürger wirbt Christoph um eine Neuauflage des vergriffenen Buches von Pfarrer Paul „Vom Vorgestern zum Heute“. Bereits 1969 fungierte die Gemeinde als Herausgeber. In einem vor kurzem geführten Gespräch mit Bürgermeister Shaikh wäre auch für ihn eine Neuauflage denkbar.

Eschborn, 27.04.2020


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