FWE und FDP schlagen gemeinsam ein Starkregen- und Hochwasserschutz-Konzept vor – Ausschüsse befürworten Vorlage einstimmig

Eschborns Freie Wähler und Freie Demokraten haben gemeinsam vorgeschlagen, innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Starkregen- und Hochwasserschutz-Konzept zu erstellen. Der Magistrat soll von der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, dem 1. Oktober 2020, den Auftrag erhalten, in Zusammenarbeit mit Kronberg – im Rahmen des Abwasserverbandes Eschborn-Kronberg – ein solches Konzept zu entwickeln. Bereits in der vergangenen Woche haben sowohl der Bau- und Umweltausschuss als auch der Haupt- und Finanzausschuss die Vorlage einstimmig befürwortet.


(Blick von der Treppe der Katholischen Kirche Niederhöchstadt auf Fußweg und Bach.)

Vermutlich haben noch viele Bürgerinnen und Bürger die Bilder und Videos vor Augen, als vor wenigen Wochen Straßen und Wege nach einem sehr heftigen Starkregen in kürzester Zeit zu reißenden Fließgewässern wurden. In Eschborn trat stellenweise der Westerbach über die Ufer, insbesondere im Bereich der Metzengasse. „Bürgerinnen und Bürger klagten aber auch abseits des Westerbachs über Wasserschäden, die durch die punktuelle Überlastung der Kanalisation und die verminderte Wasser-Aufnahmefähigkeit des trockenen Bodens entstanden“, teilt Regine Seidel mit, Fraktionsvorsitzende der FWE.

Zukünftig muss sicherlich damit gerechnet werden, dass sich Starkregen-Ereignisse dieser Art häufen. Mit dem Instrument der Hochwasserschutz-Konzepte werden die zuständigen Stellen (Kommunalverwaltungen, Abwasserverbände, ggfs. Naturschutz- und Wasserbehörden) sowie die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in die Erarbeitung von Vorsorgemaßnahmen aktiv eingebunden. Federführend agiert die Kommune, welche als Auftraggeber von einem Planungs- bzw. Ingenieurbüro (i.d.R. aus dem Bereich Wasserbau/Wasserwirtschaft) mit fachlicher Expertise unterstützt wird.


(Fußweg und Bach am unteren Ende der Metzengasse)

Die konkreten Maßnahmen eines solchen Konzepts können – örtlich bedingt – sehr unterschiedlich sein. „Bezogen auf den Westerbach wäre bspw. ein Wasserrückhaltebecken denkbar, wie es die Stadt Haiger zurzeit plant, oder eine natürliche Überschwemmungsfläche zur Entlastung des Bachs bei Starkregen/Hochwasser. Möglich wäre auch die Erweiterung des Kronberger Rückhaltebeckens. Hinsichtlich der Kanalisation ist zu prüfen, wie diese – vor allem mit Blick auf die zunehmende bauliche Verdichtung – schnell und adäquat verbessert werden kann“, fordert Christoph Ackermann, Parteivorsitzender der FDP.

Die Erarbeitung eines Schutz-Konzepts bietet zudem die Möglichkeit, sich auf den Hochwasserfall gezielt vorzubereiten – durch die Festlegung konkret zu ergreifender Maßnahmen sowie zeitlicher, sachlicher und personeller Zuständigkeiten und ggfs. durch die Optimierung von Ausrüstung (Feuerwehr, Bauhof, etc.). Letztlich sollen dadurch zu erwartende Schäden wirksam minimiert werden.

Eschborn, 29.09.2020


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