Über die Pläne der Rathaus-Koalition mit dem Areal der Alten Feuerwehr

Erst kürzlich teilte der Partei- und stellv. Fraktionsvorsitzende der CDU in einer Zeitungsbeilage den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt mit, dass geplant sei, langfristig „dauerhaft neuen Wohnraum für alle gesellschaftlichen Bedarfe auf dem Areal der alten Feuerwehr – vor allem auch für größere Familien Geflüchteter“ schaffen zu wollen.

Über diese Meldung wundert sich die FDP Eschborn, denn wir erinnern uns, dass im Jahr 2015 die Stadt Eschborn eine groß angelegte Umfrage zum Thema „Wohnen und Leben im Alter 55+“ durchführte und starke 48 % der Befragten im Stadtteil Eschborn sich dabei für die ehemalige Feuerwehr in der Unterortstraße als persönlich präferierten Standort für seniorengerechtes Wohnen aussprachen. Insgesamt nahmen immerhin 2.476 Bürger an der Umfrage teil.

In einem der letzten Ausschüsse für Jugend, Soziales und Sport (AJSS) teilte der Bürgermeister die aktuelle Bewerbungssituation für seniorengerechte Wohnungen mit. In der Hofreite Niederhöchstadt warten 62 Bürger auf eine Wohnung, am Rapp-Kreisel haben sich 113 Bürger auf geförderte sowie 194 Bürger auf freifinanzierte Wohnungen beworben. Insgesamt entstehen dort allerdings nur 29 Wohneinheiten. Das Delta umfasst demnach weit mehr als 300 Bürger. Die Tendenz dürfte aufgrund des demografischen Wandels steigend sein.

Nun könnte man als Bürgermeister oder als ein in der Verantwortung stehender Koalitionspolitiker durchaus auf die Idee kommen, die eindeutigen Ergebnisse der o.g. Umfrage und die ganz offenkundigen Bedarfe zu subsumieren und folgerichtig alle nötigen Schritte einleiten, um möglichst viele seniorengerechte Wohnungen – analog Hofreite und Rapp-Kreisel – am Standort der alten Feuerwehr in Eschborn zu errichten.
Allerdings wurde mit den Stimmen von CDU, Grünen und FWE (Wahlslogan FWE: „Bürgerwille verdient Respekt“) und gegen die Stimmen der Freien Demokraten dieses kluge Vorhaben in der Stadtverordnetenversammlung im Mai 2022 verhindert.

Wie oben bereits erwähnt, sollen nun in erster Linie auf dem Areal der alten Feuerwehr Wohnungen für jedermann, insbesondere aber auch für größere Flüchtlingsfamilien errichtet werden. Ob dabei vielleicht auch die ein oder andere Wohnung für Senioren übrigbleibt, ist offen. Ein Konzept wie in der Hofreite und am Rapp-Kreisel ist dadurch jedenfalls begraben worden.

Es bleibt die Hoffnung, dass ein solches Bauvorhaben einige Jahre in Anspruch nehmen wird und die nächste Kommunalwahl Anfang 2026 noch korrigierende Wirkung entfaltet – oder aber, wie im Fall Yaskawa, Vernunft einkehrt und der Bürgermeister die Bedürfnisse der Eschborner Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt und deshalb vorher korrigierend eingreift.

Eschborns Freie Demokraten werden sicherlich weiter für eine Lösung werben, die der demographischen Entwicklung Rechnung trägt und den Wünschen der Senioren unserer Stadt gerecht wird.

Eschborn, 09.08.2022


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