Yaskawa-Liegenschaft: Vorsicht und Skepsis waren berechtigt!

Mit einem Aufatmen haben Eschborns Freie Demokraten die plötzliche Beendigung der Verhandlungen über den Kauf des Yaskawa-Geländes zur Kenntnis genommen.

Bereits im Januar 2022, also vor über einem halben Jahr, wurde eine mit heißer Nadel gestrickte Beschlussvorlage vom Bürgermeister in die Gremien eingebracht, mit dem Ziel, 20 Mio. Euro an die Gemeinnützige Wohnungsunternehmen Eschborn GmbH (GWE) zu übertragen, damit diese das Grundstück erwerben kann. Der Schätzwert des Grundstücks inklusive des Gebäudes lag mit lediglich 12 Mio. Euro deutlich unter dem scheinbar vorverhandelten Preis.

Die Freien Demokraten hatten sich nie grundsätzlich gegen den Ankauf des Grundstücks ausgesprochen. Jedoch sollten zunächst zahlreiche offene Fragen zur Liegenschaft beantwortet werden. Gemeinsam mit SPD und Linken wurde daher der Versuch unternommen, die Beschlussfassung über den Ankauf bis zur Klärung der offenen Punkte zurückzustellen.

Ein Punkt des umfassenden Fragenkatalogs der Opposition beinhaltete auch das Thema Altlasten. Insbesondere der Bürgermeister, aber auch die Koalitionsparteien, wischten dieses und alle anderen Themen nonchalant bei Seite. Lediglich zwei alte Öltanks seien hinsichtlich der Altlasten zu nennen – so der Bürgermeister. Nicht der Rede wert, um den Ankauf zu stoppen.

Nun allerdings – mehr als ein halbes Jahr später – sind die Verhandlungen genau aus diesem Grund gescheitert: Es wurde keine einvernehmliche Altlastenregelung gefunden.

Dazu der Partei- und Fraktionsvorsitzende Christoph Ackermann: „Wir sind erleichtert, dass die GWE-Geschäftsführung und der Bürgermeister das Himmelfahrtskommando nun beendet haben. Für die FDP Eschborn steht fest: Alle Bürgerinnen und Bürger können froh sein, dass vor der Ausgabe von 20 Mio. Euro die Reißleine gezogen wurde und viele weitere Unsicherheiten und Risiken für die Stadtkasse, die die Opposition mehrfach in aller Deutlichkeit aufgezeigt hat, somit abgewendet sind.“

Ärgerlich ist, dass bereits Zeit und Geld in diese vermeintliche „Traum-Lösung“ investiert wurde, insbesondere was die Raumplanung und die Nutzung betraf.

Nun muss schnell eine neue Lösung gefunden werden, die der Verwaltung ein zufriedenstellendes Übergangsquartier für die Zeit der Sanierung des Rathauses und des Neubaus der Stadthalle bietet. Die Freien Demokraten werden auch hier auf einen angemessenen Umgang mit Steuergeldern achten.

Eschborns Freie Demokraten werden wirtschaftlich vernünftige Pläne und Lösungen auch als Opposition gerne unterstützen. Projekte hingegen, die Maß und Mitte vermissen lassen, ansonsten weiterhin laut und deutlich kritisieren.

Eschborn, 02.08.2022


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